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Neumen - Wie mittelalterliche Mönche Schrift für den Ton erfanden

Völkerkundemuseum Heidelberg

Ellen Hünigen
Ellen Hünigen

Der Vortrag der Komponistin, Musikwissenschaftlerin, Vokalistin und Clavichordistin Ellen Hünigen gibt uns eine Einführung in die Welt der Neumen, der frühesten Musikaufzeichnungen im europäischen Raum. Bis ins 9. Jh. hinein war man noch maßgeblich der Auffassung, man könne Gesang nicht schriftlich bannen, er erklinge und verflöge dann, sobald der letzte Ton verebbt ist. Warum und auf welche Weise wurde begonnen, dies flüchtige, vergängliche Moment aufzuzeichnen? Ellen Hünigen schildert die historische Situation, in der einheitliche Notationen gesucht wurden, um den Gregorianischen Choral zu etablieren. Sie zeigt Beispiele solcher Ansätze in liturgischen Handschriften des 9. bis 12. Jhs. Aus den Aufzeichnungen wird singend und durch Betrachtung der Neumenschrift deren Eigenschaft als zunächst das Gedächtnis stützende Hilfe aber auch die Anschaulichkeit und der analytische Charakter in den lateinischen Neumenschriften gezeigt.

Zuvor gibt es eine Einführung von Rainer René Mueller.

Da es sich um einen öffentlichen Vortrag handelt, ist der Eintritt frei.

Das KlangForum Heidelberg e.V. unterstützt diesen Vortrag als Kooperationspartner.