Brahms Requiem

Neue kammermusikalische Fassung

Brahms CD
Brahms CD

Diese Fassung für 14 Instrumente und Vokalensemble bietet besondere Möglichkeiten der feingliedrigen kammermusikalischen Gestaltung. Der große Reichtum an Klangfarben und Nuancen ermöglicht eine neue Wahrnehmung des Originals des Deutschen Requiems von Johannes Brahms nach dem Vorbild der Bearbeitungen für Arnold Schönbergs „Verein für musikalische Privataufführungen“: Das Projekt berücksichtigt Erkenntnisse der historisch informierten Aufführungspraxis.

„Keine bleibende Statt?“ Kann, ja darf man ein derart bedeutendes, großartiges Werk „verkleinern“? Mut und pädagogische Einsicht überwanden anfängliche künstlerische Bedenken: Prof. Walter Nußbaum folgte dem Vorschlag seiner Dirigierklasse an der Musikhochschule Hannover, sich dem Brahms-Requiem nach dem Vorbild der Mahler- und Bruckner-Bearbeitungen für Schönbergs Wiener „Verein für musikalische Privataufführungen“ kammermusikalisch zu nähern. Ergebnis einer einsemestrigen Zusammenarbeit mit Studenten und weiteren Dozenten ist eine erfolgreiche Aufführung. Sie dient später als Grundlage für eine weiter verbesserte Fassung und für die Konzerte mit den Ensembles des KlangForum Heidelberg im November 2016 in Kehl und Heidelberg.

In der Premiere dieser Fassung in Kehl am Rhein – bewusst als Projekt im ländlichen Raum angesiedelt – eröffnete Walter Nußbaum das Konzert mit György Ligetis „Lux aeterna“, an das sich nahtlos der erste Satz des Requiems „Selig sind die da Leid tragen" anschloss. Gefördert wurde dieses Projekt durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Ein Live-Mitschnitt dieser kammermusikalischen Version des Brahms Requiems ist auf CD beim KlangForum Heidelberg erhältlich.