Das Jagdgewehr

Oper in 3 Akten von Thomas Larcher

Das Jagdgewehr
Das Jagdgewehr

»Lass uns Verbrecher sein!«,  sagt der Jäger Josuke zu seiner Geliebten Saiko am Strand. Seine Frau Midori beobachtet sie und erkennt das Verhältnis ihres Mannes und ihrer besten Freundin. Mehr als zehn Jahre lang wird Midori den beiden nicht enthüllen, dass sie von deren Beziehung weiß. Saiko hütet das Wissen in ihrem Tagebuch, das ihre Tochter Shoko vor den Flammen bewahrt und so davon erfährt. Mit ihrer Mutter kann sie darüber nicht mehr sprechen, Saiko hat das Geheimnis mit in ihren Tod genommen. Diese Geschichte wird einem Dichter in Form von drei Briefen dieser drei Frauen zugesandt. Er hatte ein  Gedicht über einen Jäger geschrieben, den er auf einer Wanderung lediglich von hinten gesehen hatte. Genau dieser Jäger erkannte sich im Gedicht wieder.

Yasushi Inoues 1949 erschienenes Buch erzählt von widersprüchlichen Gefühlen und verborgenen Geheimnissen. Es enthüllt die Einsamkeit des Jägers, dessen Jagdgewehr die »ganze Last tief in Seele und Leib des einsamen Mannes« drückt und »eine seltsame, blutbefleckte Schönheit« ausstrahlt. Nach diesem Bestseller schreibt der aus Tirol stammende Komponist und Pianist Thomas Larcher seine erste Oper. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Der Debütroman der Librettistin Friederike Gösweiner wurde 2016 mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet.

Zum ersten Mal wird der österreichische Schauspieler und Filmregisseur Karl Markovics eine Oper inszenieren.

Musikalische Leitung Michael Boder

Inszenierung Karl Markovics

Bühne & Kostüme Katharina Wöppermann

Licht Bernd Purkrabek

Dramaturgie Olaf A. Schmitt

Leitung SCHOLA HEIDELBERG Walter Nußbaum

Dichter Robin Tritschler

Josuke Misugi Andrè Schuen

Shoko Sarah Aristidou

Midori Giulia Peri

Saiko Olivia Vermeulen

Ensemble Modern

SCHOLA HEIDELBERG

Ein Projekt der