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Wenji: Auf der Suche nach Heimat

Wenji
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Europäische Erstaufführung der Kammeroper Bun-Ching Lams "Wenji: Eighteen Songs of the Nomad Flute"

In Ludwigsburg und Heidelberg kommt in Kooperation des KlangForum Heidelberg e. V. und der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK), außerdem in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden, dem CATS—Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (Universität Heidelberg) und dem Konfuzius-Institut Heidelberg vom 17. bis 21. Juli 2019 die Kammeroper »WENJI« der in Macau und Hong Kong aufgewachsenen Komponistin Lam Bun-Ching (New York / Paris) anlässlich der Eröffnung des Heidelberger CATS zur Europäischen Erstaufführung.

Die Kammeroper, ein Musiktheater, erzählt die Geschichte der jungen Dichterin Cai Wenji, die in der Han-Zeit (2. Jhdt.) in der kosmopolitischen Kaiserstadt Chang’an (heute Xi’an) aufwächst, bevor sie von ›barbarischen Nomaden‹ in die Mongolei verschleppt wird. Als sie nach 12 Jahren in der Fremde von einem chinesischen Gesandten zurück in die ihr fremd gewordene Heimat geholt werden soll, erlaubt ihr Mann, der Hunnenführer Zuoxian, die Rückkehr – wenn auch ohne die gemeinsamen Söhne.

Kehrt Wenji in die Heimat zurück? Wo ist ihre Heimat? Ihre Tragik liegt in der Zerrissenheit zwischen vergangenem Leben, der Suche nach Wurzeln in der Gegenwart und einer ungewissen Zukunft. Als sie die Nomaden verlassen soll, singt Wenji: »Alone I go home without the children, when I arrive I miss home every Day,« und dann weiter auf Chinesisch »仰天長嘆,哭無淚« – und ich schaue hoch zum Himmel, seufze laut und weine, tränenlos.«

Cai Wenji (177-250) ist eine historische Figur, Dichterin und Komponistin. Ihre »Eighteen Songs of a Nomad Flute« (»18 Gedichte zur Nomadenflöte«) sind Ausdruck von Isolation und Heimweh. Die Neuinszenierung stellt die Kammeroper in den Dialog mit zeitgenössischen literarischen Texten und Gedichten, u.a. von Rose Ausländer, Ingeborg Bachmann, und schlägt so einen Bogen bis hin zu unserer Gegenwart.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sinologie (CATS, Universität Heidelberg), dem Konfuzius-Institut Heidelberg, der Hochschule für Bildende Künste Dresden und erstmals in Kooperation mit der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (Ludwigsburg) begeben sich die MusikerInnen der SCHOLA HEIDELBERG und des ensemble aisthesis abermals in transkulturelles Neuland und freuen sich auf die Zusammenarbeit mit renommierten Gästen, die chinesische Instrumente und Musikstile mitbringen.

Regisseur ist Johann Diel, der mit dieser Arbeit seinen Bachelor an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg ablegt.

Ausstattung: Romy Rexheuser | SCHOLA HEIDELBERG | ensemble aisthesis | Musikalische Leitung: Walter Nußbaum

Eine Koproduktion mit der
In Zusammenarbeit mit dem
und der
Eine Veranstaltung im Rahmen der Eröffnung des
In Kooperation mit dem