Institution harmonique
Betriebswerk Heidelberg
- Uraufführung — Annesley Black : dans les moments importants de la vie on est toujours seul , auf Textbasis von Frauen um Helmholtz , 2025
- Uraufführung — Robin Hoffmann : Helmholtz in der Badewanne des Archimedes , 2025
Komposition:
- Claude Le Jeune : aus Le Printemps , 1603
- Luca Marenzio : aus Madrigale , für 6 Stimmen
- Clara Schumann : Aus 6 Lieder op.23 nach Hermann Rollett
- Claude Debussy : Première Rhapsodie pour clarinette et piano
- Albert Roussel : Aus 2 Poèmes de Ronsard op.26: Ciel, aer et vents
Mitwirkende:
- Natasha Sallès — Sopran
- Julie Catherine — Mezzosopran
- Daniel Tepper — Tenor
- Sebastian Hübner — Tenor
- Luciano Lodi — Bariton
- Florian Drexel — Bass
- Brigitte Shatunov — Flöte
- Adam Weisman — Schlagzeug
- SCHOLA HEIDELBERG | ensemble aisthesis
Leitung: Ekkehard Windrich
Der französische Gelehrte Salomon de Caus (1576-1626), in Heidelberg bekannt für die kühnen, Utopie gebliebenen Entwürfe zum Hortus Palatinus, schrieb hier mit der Institution harmonique (1615) auch Grundlegendes zur physikalischen Akustik, zu Theorie und Ästhetik.
Prof. Lellouch und Studierende (Cité des Arts / Conservatoire à Rayonnement Régional de Montpellier Méditerranée Métropole) präsentieren De Caus‘ Erkenntnisse zur Intervall- und Proportionenlehre in einer wissenschaftlich-künstlerischen Klanginstallation.
250 Jahre nach de Caus entstand in Heidelberg das epochale Werk eines anderen Klangforschers: Hermann von Helmholtz' Lehre von den Tonempfindungen (1863).
Zwei Auftragswerke des KlangForum Heidelberg reflektieren aus heutiger Sicht die Persönlichkeit Helmholtz' als Inbegriff des deutschen Professors wie des (neudeutsch) musikaffinen Wissenschaftlers und schließen den Kreis zwischen zwei Universalgelehrten ihrer Zeit - und ihren Heidelberger Wirkungszeiten und Nachwirkungen.